Schloß Britz in den Sommerferien 2007

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Jeden Sonntag musikalische Unterhaltung auf der Café- Terrasse

Sie suchen noch ein attraktives Ausflugsziel? Dann sollten Sie während der Sommerferien Schloß Britz nicht versäumen. Ein gemütliches Café ist dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr und samstags sowie sonntags von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Jeweils sonntags erwartet Sie ein musikalisches Unterhaltungsprogramm von Klassik bis Jazz auf der Café-Terrasse. Der Eintritt ist frei.

Sonntag, 29.07.07, 15.00 – 17.00 Uhr: Salonensemble Bellevue – Unterhaltungsmusik

Sonntag, 05.08.07, 14.00 – 17.00 Uhr: Fred-Nopper-Quartett – Jazz

Sonntag, 12.08.07, 15.00 – 17.00 Uhr: Wolfgang-Obert-Quartett – Jazz

Sonntag, 19.08.07, 15.00 – 17.00 Uhr: Salonorchester Bellevue – Jazz

Sonntag, 26.08.07, 15.00 – 17.00 Uhr: Musik Collegium Berlin – Klassik

Sonntag, 02.09.07, 15.00 – 17.00 Uhr: Sherry’s-Swing-Quartett – Jazz

Auch das Museum bleibt für interessierte Gäste geöffnet: Dienstags bis freitags von 10 bis 16 Uhr und samstags und sonntags von 11 bis 18 Uhr. Gezeigt wird die Wohnkultur der Gründerzeit. Die Ausstattung besticht einerseits durch das Originalmobiliar, aber auch durch die zahlreichen Details, die sich in der Wandausschmückung, Beleuchtung und den Dekorationsgegenständen wiederfinden.

Wer tiefer in die Geschichte des über 300 Jahre alten Hauses eintauchen möchte, kann in den Ausstellungsräumen ab dem 25.07. auch wieder die Radierungen von C. Rode bewundern.

Ein kurzer Blick auf die Geschichte
1706 baute Sigismund von Erlach (1671-1722), Rittergutsbesitzer, Königlicher Hofmarschall und Kommandant der Schweizer Leibgarde, mit Erlaubnis von Friedrich I. (1657-1713) neben dem Gut Britz ein zweigeschossiges, neunachsiges Landhaus aus Stein. Dieses Herrenhaus wird seit dem Ende des 19. Jahrhundert Schloß Britz genannt. Im 18. Jahrhundert war das Schloß Britz im Besitz hochrangiger Hofbeamter und Staatsminister, u.a. H.R. von Ilgen und F.E. Freiherr von Inn- und Knyphausen. Besondere Bedeutung erhielt das Gut unter der Gutsherrschaft von Ewald Friedrich Graf von Hertzberg (1725-1795). Hertzberg galt neben Humboldt als einer der gelehrtesten Köpfe Preußens und als herausragender Minister unter Friedrich II. (1712- 1786). Als Kurator der Akademie der Wissenschaften, Träger des Schwarzen Adlerordens, war er politisch wie kulturell der bedeutendste Besitzer vom Britzer Gut. Durch Innovation führte er es zur Hochblüte und etablierte es als Mustergut ökonomischer Landwirtschaft im Sinne der Aufklärung. Im 19. Jahrhundert ging das ehemalige Rittergut erstmals in großbürgerlichen Besitz über. Der Seidenhändler und Spritfabrikant Johann Carl Jouanne (1800-1857) kaufte 1824 das Gut. Prof. Dr. Adolph Friedrich Johannes Riedel (1809-1872), berühmt durch seine Preisschrift Novus Codex Diplomaticus Brandenburgensis, war nur für drei Jahre von 1862-1865 der Gutsherr. Von ihm kaufte der Großindustrielle Wilhelm August Julius Wrede (1822-1895) den Besitz. Erst 1924 wurde das gesamte Rittergut von der Stadt Berlin erworben, das Haus wurde vermietet und von 1945 bis 1985 als Kinderheim genutzt. 1971 wurde Schloß Britz unter Denkmalschutz gestellt. Der Bezirk Neukölln renovierte das Schloss und rekonstruierte die dazugehörige Parkanlage von 1985 bis 1988. Heute ist es das einzige in seinem Umfeld und in seiner Bausubstanz vollständig erhaltene Gut in Berlin.

Schloß Britz auf dem Gutshof Britz im Internet





Artikel entnommen aus: Neukölln im Netz (www.neukoelln-online.de) am