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Neuköllner Müllsheriffs gehen in die Verlängerung

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„Das Entdeckungsrisiko muss dauerhaft erhöht werden“ – Neuköllner Müllsheriffs gehen in die Verlängerung

Neukölln führt die Zusammenarbeit mit einem Sicherheitsdienst zur Müllbekämpfung fort. Das verkündete Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey am Mittwoch bei einer Pressekonferenz. „Das Entdeckungsrisiko muss real sein, um Menschen davon abzuhalten, unsere Straßen zu vermüllen“, so die Bürgermeisterin. Im Kampf gegen das Dauer-Problem Müll baut Giffey auf eine Anti-Müll-Strategie mit den drei Bausteinen Reaktion, Prävention und Repression.

Nach der vierwöchigen Pilotphase mit dem Sicherheitsdienst Kuhr-Security zog Giffey eine positive Bilanz. „An den Hot-Spots, wo wir intensiv kontrolliert haben, sind die Müllmengen in der Testphase geringer geworden.“ Erstmals verfüge der Bezirk über eine Datenlage über 24 Stunden. Giffey weiter: „Wir wissen jetzt, dass die Ablagerung von Müll in Sekunden geschieht: Teilweise wird er aus dem fahrenden Auto geworfen. Die Täter gehen dabei vorsichtig vor, checken, ob sie beobachtet werden. Ein großer Teil der Ablagerungen ist gewerblicher Müll.“

Die Zusammenarbeit soll jetzt den Erkenntnissen angepasst, die Einsatzzeiten auch auf den Tag ausgeweitet werden. „Täter sollen rund um die Uhr damit rechnen, erwischt zu werden. Wir brauchen die Mittel, um dauerhaft abzuschrecken.“ Das Ordnungsamt könne die Aufgabe des Sicherheitsdienstes nicht übernehmen. Bezirksbürgermeisterin Giffey spricht von strukturellen Problemen: „Die Kollegen dürfen nur in Dienstkleidung auftreten und haben begrenzte Arbeitszeiten bis 22 Uhr. In einer Großstadt wie Berlin ist das nicht angemessen. Wir brauchen die Möglichkeit, auch ohne Dienstkleidung zu ermitteln, eine Ausweitung der Dienstzeiten in die Nachtstunden und mehr Personal im Außendienst.“

Berlinweit fällt in Neukölln ein Sechstel der illegalen Vermüllung auf öffentlichen Straßen an. Zuletzt stellte der Bezirk an Müll-Hotspots Verbotsschilder auf und verstärkte die Fahrradstaffel des Ordnungsamtes. Mit der Aktion Anti-Müll wird verstärkt an Müll-Hotspots kontrolliert und intensiv mit der BSR zusammengearbeitet.