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Spiegelbecken spiegelt nicht mehr! Es stinkt gewaltig!

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Im Neuköllner „Von-der-Schulenburgpark“ an der Sonnenallee ist in der vergangenen Woche das große Wasserbassin am Märchenbrunnen – das sog. Spiegelbecken – aus ökologischer Sicht „umgekippt“. Die gesamte Wasserflohpopulation – als Zeichen guter Wasserqualität – ist verschwunden; das normalerweise klare Wasser ist trüb, milchig und riecht unangenehm. Nicht nur die außergewöhnliche Wärme der letzten Wochen und damit verbunden verstärktes Algenwachstum ist hierfür verantwortlich.

Vor allem das intensive Füttern der Enten und – ja, wirklich Ratten! – ist leider sehr populär. Ganze (Fladen-) Brote werden im Becken versenkt und verbrauchen beim Zersetzen den wichtigen Sauerstoff im Wasser. Einhergehend mit dem Überangebot an Nahrung vermehren sich beide Tierpopulationen entsprechend stark und tragen somit teilweise zur Überdüngung des Beckens bei. Die Enten verspeisen i.d.R. größtenteils die Fadenalgen. Haben sie allerdings die Auswahl zwischen Brot und Algen, wird die ungewohnte Kost offensichtlich bevorzugt.

Mitarbeiter des Naturschutz- und Grünflächenamtes hoffen jedoch auf eine Eigen-Regenerierung des Wassers in 4-6 Wochen. Sollte dieses nicht geschehen, müsste das Becken vollständig geleert, gereinigt und neu befüllt werden. Gelder, die im Park anderweitig dringend gebraucht werden.

Der Baustadtrat von Neukölln appelliert daher an die Bevölkerung, keine Wasservögel und andere frei lebende Tiere zu füttern, sondern sich einfach am Anblick dieser zu erfreuen.