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Karagiozis (Deutsch-Griechisches Schattentheater) im Museum Neukölln

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Samstag, 21. Februar 2009, 16 Uhr
Karagiozis (Deutsch-Griechisches Schattentheater) im Museum Neukölln
Ganghoferstraße 3, 12040 Berlin

Begleitveranstaltung zur Jahresausstellung: “Wie zusammen leben – Perspektiven aus Nord-Neukölln”

Karagiozis ist ein griechisches Schattenfigurentheater, das ursprünglich aus Südostasien in die Türkei kam und im 19. Jahrhundert nach Griechenland eingeführt wurde. Die Hauptfigur Karagiozis ist ein kleiner, buckliger Mann mit großer Nase, der sich durch das Leben boxt, indem er in die Rolle von gesellschaftlich geschätzten Personen schlüpft. Er symbolisiert den Kampf des “kleinen Mannes”, der trotz der Steine, die ihm in den Weg gelegt werden, nie den Lebensmut verliert.

Die Figur des Karagiozis wurde Ende des 19. Jahrhunderts in Patras von Dimitrios Sardounis alias Mimaros hellenisiert. Mimaros gilt als Gründer des modernen griechischen Schattentheaters. Karagiozis lebt zur Zeit des osmanischen Reiches mit seiner Frau Aglaia und seinen drei Jungen. Die Kulisse zeigt links seine Hütte und rechts den Sultanpalast (Serail). Um seine Familie zu ernähren, versucht Karagiozis auf spitzbübische und plumpe Weise zu Geld zu kommen. Neben rein komödiantischen Stücken gibt es solche, die vom Befreiungskampf gegen die ottomanische Herrschaft inspiriert sind und in denen Karagiozis als Helfer eines Helden fungiert.

Die Vorstellung mit Eleni Winckel ist eine Kooperation des Museums Neukölln mit dem griechischen Nachbarschaftszentrum TO SPITI. Der Eintritt ist frei.