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Neuköllner Bezirksbürgermeister weist Abkehr der Kita-Träger und der GEW von der Beitragsfreiheit für die Vorschulerziehung energisch zurück

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„Es ist wohl in Berlin Tradition, dass es nichts geben darf, was nicht zerredet oder mies gemacht wird“, so kommentiert der Neuköllner Bezirksbürgermeister die gemeinsame Erklärung der Kita-Träger und der GEW zur Abkehr von der bis 2011 vorgesehenen Beitragsfreiheit für die letzten drei Kita-Jahre in Berlin.

Es war ein jahrzehntelanger Kampf um die Beitragsfreiheit der vorschulischen Erziehung ab dem dritten Lebensjahr in Berlin und in Deutschland. Der rot-rote Senat ist Vorreiter in der praktischen Umsetzung dieser Regelung, die inzwischen Eingang in Parteiprogramme und Wahlversprechen in vielen Bundesländern unterschiedlicher Parteien gefunden hat.

Gerade in Brennpunktlagen mit sozial schwacher oder sozial benachteiligter Bevölkerung und ganz besonders auch dort, wo es einen starken Anteil der Bevölkerung mit Migrationshintergrund gibt, wird die enorme Bedeutung der vorschulischen Erziehung verkannt oder auch nicht begriffen. Hinzu kommt, dass in bildungsfernen Schichten das Familienbudget oft eher in Konsum- oder Genussartikel fließt, als in die Betreuung der Kinder.

„Wer es wirklich ehrlich mit der Zukunft der Kinder und dieser Stadtteile meint, der kann den rot-roten Senat und insbesondere Klaus Wowereit nur dazu beglückwünschen, dass sie trotz der Finanzsituation an diesem Wendepunkt der Familienpolitik in Berlin festhalten. Über die durchsichtigen Einnahme- und Standesargumente kann ich nur den Kopf schütteln. Hieraus spricht eine rein bürgerliche Bedarfs- und Sichtweise, die die Grundursachen der weiter voranschreitenden sozialen Entmischung der Stadt wie in Nord-Neukölln schlichtweg ignorieren“, so der Bezirksbürgermeister.