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Schloß Britz: "Liederabend Winterreise - Thorsten Huth – Gesang (bass)"

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Schloß Britz präsentiert am Samstag, 26. Februar 2011, um 19 Uhr im Festsaal:

Liederabend Winterreise, Franz Schubert, Thorsten Huth – Gesang (bass)

Fremd bin ich eingezogen, fremd zieh’ ich wieder aus“ – passend zur Jahreszeit erklingt mit diesen Versen Schuberts „Winterreise“ – einer der bekanntesten Liederzyklen der Romantik. Im Verlauf des Zyklus wird der Hörer immer mehr zum Begleiter des Wanderers, der aus tief enttäuschter Liebe ohne Ziel und Hoffnung hinaus in die Winternacht zieht und schließlich auf den Leiermann, den Tod, trifft.
Das Werk kann auch als politische Lieddichtung begriffen werden, in der, von den Fürsten enttäuschte und verratene Vaterlandsliebe, d.h. die Hoffnung auf Freiheit, Liberalismus, und Nationalstaat, thematisiert wird.
Das Werk gilt neben dem Zyklus „Die schöne Müllerin“ als Höhepunkt der Gattung Liederzyklus und des Kunstliedes. Es gilt sowohl technisch als auch interpretatorisch als große Herausforderung für Sänger und Pianisten und wird von Thorsten Huth eindringlich und mit „schauerlicher Hingabe“ vorgetragen. Dabei erklingt seine Stimme im piano – Bereich samtig – weich, und er vermag es, auch in den forte – Passagen leidenschaftlich und ohne zu forcieren zu gestalten. Gemeinsam mit der Pianistin Natalia Christoph entstand eine Interpretation, die in ihrer Schlichtheit umso wirkungsvoller ist.

Der gebürtige Berliner Thorsten Oliver Huth begann schon vor dem Abitur seine Gesangausbildung bei Hildegard Nadolowitsch und studierte danach an der HdK Berlin u. a. bei Kammersänger Donals Grobe im Hauptfach Gesang. Schon zu dieser Zeit war er u. a. Gast bei den Staatlichen Schauspielbühnen Berlin („La Perichole“, Konstantin Weckers „Liebeskonzil“). Nach seinem Studienabschluss debütierte er als „Plumkett“ in Flotows „Martha“ am Theater der Stadt Brandenburg, wo er weitere Partien in Oper, Operette und Musical sang. In Berlin führten ihn Engagements an das Theater des Westens (My Fair Lady, Cyrano), an das Metropoltheater sowie an die Berlin International Opera (Komtur/ Don Giovanni, Bartolo/ Hochzeit des Figaro, Banquo/ Macbeth). 1993 war er Ensemblemitglied bei der Kammeroper Schloß Rheinsberg (Ein Sommernachtstraum). Weitere Engagements führten ihn nach Eggenfelden (Freischütz) und nach Nordhausen (Frau Luna, Lustige Witwe).Seit 1998 ist er festes Ensemblemitglied der Lübecker Sommeroperette, wo er viele der großen Partien seines Fachs sang (Baron Zeta, Giesecke, Jupiter, Domkapellmeister u.a.). Auch bei den Lübecker Jedermann – Festspielen gehörte er jahrelang zum festen Stamm des Ensembles. Seine große Liebe gilt dem Liedgesang, wo er sich durch umfangreiche Konzerttätigkeit ein großes Repertoire erarbeitet hat.

Die russische Pianistin Natalia Christoph stammt aus Kaliningrad (Königsberg). Ihre berufliche Ausbildung begann sie in der Fachmusikschule ihrer Heimatstadt. Es folgte das Studium am Leningrader Konservatorium mit einem ausgezeichneten Abschluss und Aufbaustudium bei Prof. Tamara Fidler mit dem Schwerpunkt Kammermusik. Der berufliche Weg wurde in Kischinjow fortgesetzt. Pädagogischen Tätigkeiten am Moldauischen Konservatorium folgten Konzertauftritte als Pianistin, Liedbegleiterin und Kammerensemblemusikerin. Schon nach kurzer Zeit war der Name Natalia Christoph bekannt. Viele Werke moldauischer Komponisten hat Natalia Christoph uraufgeführt. Ihr besonderes Interesse galt neben der zeitgenössischen Musik auch der russischen und europäischen Romantik. Seit 1992 lebt Natalia Christoph in Berlin, wo sie sich durch ihre Konzerte etwa im Konzerthaus(Berlin), im Meistersaal der Spandauer Zitadelle, den Schlössern Britz, Friedrichsfelde, Glienicke, Oranienburg, Bregenz, Antwerpen etc. einen hervorragenden Namen machte.

Eintrittskarten zum Preis von 12 € (ermäßigt 7 €) sind im Vorverkauf im Schloß Britz, Alt-Britz 73, 12359 Berlin, Tel. 030-60979230 und – soweit noch vorhanden – an der Abendkasse erhältlich.

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