Freitag, 27. Februar 2004, 20 Uhr - Spuren jüdischen Lebens in Neukölln – Erinnern, Erforschen, Gedenken
Vortrag von Dr. Dorothea Kolland
Gruppe Common Ground spielt und singt jiddische Lieder
Alte Dorfschule Rudow
Alt Rudow 60, 12355 Berlin
(2 Min. Fußweg, vom U 7 Rudow)
Eintritt frei
Wenn man über jüdisches Leben in Berlin spricht, denkt man kaum an Neukölln – da sind eher das alte Scheunenviertel, Charlottenburg, Schöneberg präsent – für die Vergangenheit wie für die Gegenwart.
Seit einem großen Forschungsprojekt des Kulturamtes ab 1987, "10 Brüder waren wir gewesen – jüdisches Leben in Neukölln" ist wieder vieles in Erinnerung gerufen worden, wir haben vieles über Menschen erfahren, die Neukölln mitgeprägt haben – wie die Arbeiterfamilie Lewin, den Schneidermeister Max Rosner, die Bibliotheksleiterin Helene Nathan, die Stadtärztin Käthe Frankenthal, den Schulstadtrat Kurt Löwenstein, den Komponisten und Dirigenten Roseberry d’Arguto und natürlich den Rudower Heinrich Stahl, Direktor der Victoria-Versicherung und letzter Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde Berlin.
Dorothea Kolland, Leiterin des Kulturamts, Verantwortliche für dieses Erinnerungsprojekt, wird an diesem Abend an Menschen erinnern, die durch den Rassenwahn der Nazis ihr Leben lassen mussten oder ihre Heimat verloren, aber auch berichten über die Bemühungen, diese Verbrechen nicht aus dem Gedächtnis des Bezirks zu streichen.
Weitere Information unter 6809-3771
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