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Schloß Britz präsentiert: Die Gesellschaft für Neue Musik Hamburg mit der Hommage an Alban Berg

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Schloß Britz präsentiert am Samstag, 18.04.2009 um 19.00 Uhr und Sonntag, 19.04.2009 um 17.00 Uhr
im Festsaal: Die Gesellschaft für Neue Musik Hamburg mit der Hommage an Alban Berg

Das Jahr 2009 ist kein Jahr, in dem sich ein Datum jährt, das mit Alban Berg verbunden wäre. Dennoch haben sich fünf Komponisten der Gesellschaft für Neue Musik Hamburg (GNMH) daran gemacht, ein Programm zu Ehren dieses Klassikers der Moderne zu gestalten.

Es erklingen Werke aus der frühen Schaffenszeit des Komponisten: den Vier der Sieben frühe(n) Lieder aus den Jahren 1905-07, die noch ganz dem üppigen Jugendstil verpflichtet sind, wird die einsätzige Sonate für Klavier von 1908 zur Seite gestellt. Mit der Tonsprache der Sonate begibt der Komponist sich entschieden auf den Weg zur Auflösung der Tonart des Stückes, h-Moll. Gleichzeitig zeigt das temperamentvoll wogende Stück schon eine Nähe zur Klangwelt der 5 Stücke für Klarinette und Klavier von 1913, in denen es keine Tonart mehr gibt und alle Töne und Klänge frei zueinander stehen. Dieses Werk der sogenannten “frei-atonalen” Phase dokumentiert eindrucksvoll die Hinwendung Bergs zum Expressionismus.

Trotz seiner damals hoch modernen Kompositionsweise fühlte Berg sich stets auch der unterhaltenden Musik verbunden. Wie sein Lehrer Arnold Schönberg arrangierte er Walzer für Kammerensemble und war auch der typisch Wienerischen “Schrammelmusik” nicht abgeneigt. Er schätzte daher Komponisten, die Elemente volkstümlicher Musik in ihre Werke aufnahmen, insbesondere die Franzosen Maurice Ravel und Darius Milhaud, von denen die Bearbeitung eines griechischen Volksliedes mit dem Titel Tripatos und eine Vokalise En Forme De Habanera, sowie die “Samba” aus der Suite Scaramouche zu hören sein werden, die wie einige andere Werke des Komponisten dessen innige Verbundenheit mit der brasilianischen Volksmusik zeigt. Die Komponisten der GNMH Thomas Böttger, Thomas Jahn, Thorsten Kuhn, Wolfgang-Andreas Schultz und Rene Mense nehmen jeder auf seine eigene Weise Bezug auf die Werke von Berg, Ravel oder Milhaud und auf die Lyrik der ersten beiden Jahrzehnte des vergangenen Jahrhunderts.

Die Ausführenden Bernhard Asche (Klarinette/Saxophon) und Thorsten Kuhn und sind Mitglieder der GNMH. Es ist ihnen eine besondere Freude, die vielseitige Stimmkünstlerin Frauke Aulbert bei der Gestaltung des vokalen Parts bei dieser Hommage an Alban Berg begleiten zu dürfen.

Die Gesellschaft für Neue Musik Hamburg e.V. (GNMH) wurde im Januar 1992 von Dr. Manfred Stahnke, Dr. Peter Niklas Wilson und Dr. Joachim Noller gegründet. Gemä ihrer Satzung ist die Aufgabe der GNMH, die Förderung der Neuen Musik in Hamburg. Diese erfolgt durch Veranstaltung von Konzerten, Workshops und Symposien, wobei eine Zusammenarbeit von Komponisten, Interpreten, Musikwissenschaftlern, Journalisten und Veranstaltern angestrebt wird. Gleichermaßen ausgehend von Improvisation und notierten Partituren werden die Werke oftmals von Mitgliedern der GNMH selbst aufgeführt. Akustische Instrumente kommen ebenso zum Einsatz wie Computer.

Eintrittskarten zum Preis von 12,00 EUR (ermäßigt 7,00 EUR) sind im Vorverkauf im Schloß Britz, Alt-Britz 73, 12359 Berlin, Tel. 030-60979230 und – soweit noch vorhanden – an der Abendkasse erhältlich.

Gutshof Britz mit Schloß Britz