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100 Jahre Neukölln. Warum die Stadt Rixdorf 1912 ihren Namen änderte.

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Eine Ausstellung des Mobilen Museums Neukölln in der Helene-Nathan-Bibliothek

13. August bis 29. September 2012

Helene-Nathan-Bibliothek in den Neukölln Arcaden
Karl-Marx-Straße 66, 12043 Berlin, U7 Rathaus Neukölln.

„Rixdorf ist tot – es lebe Neukölln!“ – So kommentierten Berliner Zeitungen im Januar 1912 die Nachricht von der Namensänderung des Problemvorortes. Rixdorf hatte zu Kaisers Zeiten einen zweifelhaften Ruf als Amüsierviertel der Unterschichten, Brennpunkt von Kriminalität und Prostitution, Hochburg der Arbeiterbewegung und der sozialdemokratischen „Umsturzpartei“. Konnte ein neuer Stadtname daran etwas ändern?

Die Ausstellung fragt, wie dieses Image damals entstand und wer daran interessiert war, es durch eine Namensänderung zu bekämpfen. Der Entscheidung vorangegangen waren jahrelange erbitterte Auseinandersetzungen innerhalb der Rixdorfer Bürgerschaft, wofür der Name der Stadt stehen und wer in ihr das Sagen haben sollte. Die Ausstellung präsentiert die öffentlichen Wortführer und geheimen Drahtzieher der damaligen Debatte – vom sozialdemokratischen Lokalpolitiker bis hinauf zum Kaiser Wilhelm II. Doch der Name Rixdorf existiert weiter, wie wir wissen.

Führungen durch die Ausstellung bietet Herr Henning Holsten vom Museum Neukölln an den Donnerstagen 16. und 23. August 2012 um 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.