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Neuköllner Bezirksstadträtin reagiert auf Vorfälle an der Albert-Schweitzer-Schule

Ab Montag werden Schulstreifen eingesetzt

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2 Tage nach Schulbeginn im neuen Jahr und der Abschaffung des Wachschutzes in Neukölln ereignete sich gestern der erste Vorfall: gegen 13.45 Uhr fanden Schüler des Albert-Schweitzer-Gymnasiums auf der Jungentoilette im Parterre einen bewusstlosen Mann und eine Frau, Blutflecken und Spritzbestecke. Die beiden Personen waren unter deutlich erkennbarem Drogeneinfluss und gaben an, sich in der Toilette einen “Schuss” Heroin gesetzt zu haben. Der Schulleiter rief unverzüglich Polizei und Rettungsdienst, bezog die Schulsozialpädagogen ein und beruhigte seine Schüler. Die beiden Schulfremden erhielten Hausverbot sowie eine Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch.

Dieser bedauerliche Vorfall verdeutlicht die Wichtigkeit des Wachschutzes an Neuköllner Schulen, der mit den derzeit verfügbaren Haushaltsmitteln seitens des Bezirksamtes Neukölln nicht mehr weitergeführt werden kann.

Nun hat die Neuköllner Bezirksstadträtin für Bildung, Schule, Kultur und Sport eine mögliche Zwischenlösung aufgetan: Der Träger Antares IT gGmbH setzt in Zusammenarbeit mit dem und finanziert durch das Jobcenter Neukölln die bewilligte MAE-Maßnahme: “Schulstreife” um. Die Schulstreife hat u. a. die Aufgabe, Kinder und Jugendliche vor Benachteiligungen, Beschädigungen und Übergriffen im Schul- und Straßenumfeld zu schützen.

Am heutigen Freitag, dem 6.1.2012 vereinbarten die Antares IT gGmbH und die Neuköllner Bezirksstadträtin eine Zusammenarbeit, mit der eine Zwischenlösung für den fehlenden Wachschutz realisiert werden soll, zumindest so lange, bis geklärt ist, ob doch noch Haushaltsmittel dafür bereitgestellt werden können und eine Ausschreibung des Wachschutzes zum neuen Schuljahr 2012/13 veranlasst werden könnte.

In einem ersten Schritt werden ab Montag, dem 9. Januar 2012 drei MAE – Kräfte, die bereits eine Prüfung zum Wachschutz absolviert haben, an der Albert-Schweitzer-Schule für jeweils 6 Stunden täglich eingesetzt werden. Die Stunden können zeitlich versetzt über den Zeitraum von 07:00 bis 16:00 Uhr verteilt werden.

Die Neuköllner Bezirksstadträtin: „Ich hoffe, dass diese kurzfristige Lösung zunächst zu einer Entlastung der schwierigen Situation beiträgt, auch wenn befristete MAE-Kräfte keine Dauerlösung sein können. Wir werden sukzessive gemeinsam mit dem Träger auch noch an weiteren Neuköllner Schulen, die keinen Wachschutz mehr haben, Schulstreifen einsetzen. Unabhängig davon werden auch technische Lösungen für die Erhöhung der Sicherheit der an unseren Schulen geprüft.“

BA Neukölln, 6.1.2012