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48 STUNDEN NEUKÖLLN 2012 – ein nahezu paradiesisches Wochenende

Sonntagabend endeten die 48 STUNDEN NEUKÖLLN 2012, nach drei Tagen voll Kunst, Theater, Musik, Aktionen und Installationen. Wieder einmal zog das Ereignis ein großes Publikum an – es wird von den Veranstaltern auf ca. 60.000 BesucherInnen geschätzt. Es beteiligten sich etwa 340 temporäre Spielorte und etablierte Kulturstätten Nord-Neuköllns, die dank des neuen Programmheftes und Leitsystems des Festivals gut zu finden waren. Trotz der Ausmaße, die das Festival inzwischen erreicht hat, konnten fast alle 600 Veranstaltungen ohne größere Zwischenfälle erfolgreich stattfinden.

Unter dem Motto „Endstation Paradies“ thematisierten zahlreiche Künstlerinnen und Künstler die Vorstellungen von Paradies und der Suche danach. Das Leben in Neukölln mit all seinen positiven und negativen Facetten, die Zu- und Abwanderung der EinwohnerInnen und Themen wie Migration und Asyl wurden intensiv bearbeitet. Das Onlinemagazin neuköllner.net sorgte für eine durchgehende Berichterstattung und hielt das Publikum über die verschiedenen Aktionen auf dem Laufenden.

Eine positive Entwicklung konnten die FestivalorganisatorInnen bezüglich der Bemühungen um die Belange vor allem der AnwohnerInnen im Reuterkiez feststellen. Im Vergleich zu den Vorjahren war die Lautstärke nachts auf den Straßen geringer, da in den Abendstunden keine Musikveranstaltungen im Freien mehr stattfanden. Durch die vielen BesucherInnen war immer noch ein hoher Lautstärkepegel bemerkbar, das Festivalteam will weiterhin im Dialog mit den AnwohnerInnen um konstruktive Ideen und Lösungsansätze bleiben.

Der von den 48 STUNDEN NEUKÖLLN beauftragte Verein für theatralische Interventionen Brand e.V. lud im Rahmen der Aktion I.M.P.A.K.T. 48 © dazu ein, über den Wandel im Festival nachzudenken und sich mit dem Entwicklungspotenzial partizipatorischer Stadtteilkultur auseinander zu setzen. Ziel der Aktion war es, die Entwicklungen des Festivals in Bezug auf den Stadtteil zu rekapitulieren und zu erforschen. In einer Zukunftswerkstatt im Herbst sollen die Ergebnisse diskutiert werden und Eingang in die Neuausrichtung der 48 STUNDEN NEUKÖLLN 2013 finden.

Die Festivalleitung dankt allen beteiligten KünstlerInnen und VeranstalterInnen sowie den Sponsoren, Partnern und Spendern für die Realisierung eines so vielfältigen, lebendigen und erfolgreichen Festivals.

48 STUNDEN NEUKÖLLN wird seit 1999 vom Kulturnetzwerk Neukölln e.V. organisiert und koordiniert. Das Bezirksamt Neukölln stellt die Grundfinanzierung sicher. Viele weitere Stiftungen, Partner und Sponsoren tragen dazu bei, dass sich Neukölln alljährlich von seiner besten Seite präsentiert.