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Neukölln im Schatten der Mauer

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Mobiles Museum zum Jahrestag des Mauerbaus – Vom 18. September bis 15. Oktober 2009 im Foyer des BVV-Saales im Rathaus Neukölln, Karl-Marx-Straße 83.

Die Berliner Mauer war über 28 Jahre ein Teil der innerdeutschen Grenze. Sie trennte vom 13. August 1961 bis zum 9. November 1989 West- und Ost-Berlin. Zum Jahrestag des Mauerbaus erinnert die Ausstellung daran, was die deutsche Teilung für die Neuköllner bedeutete und setzt das Geschehen in den zeitgeschichtlichen Kontext.

Durch den Mauerbau wurden Familien und Nachbarschaften zerrissen und wichtige Verkehrsadern wie die Elsenstraße, die Wildenbruchstraße oder die Lohmühlenbrücke durchtrennt. Die Harzer Straße, in der die Mauer mitten auf der Straße verlief, erlebte dramatische Teilungs- und Fluchtszenarien. Die Karl-Marx-Straße, der „Boulevard des Ostens“ verlor Tausende von Kunden aus Treptow und den südlichen Randgebieten. Neukölln seinerseits wurde plötzlich zu einem Rand- und Grenzbezirk.

Die Erstpräsentation erfolgte am 27./28. Juni auf der Lohmühlenbrücke. Der Ausstellungsort wurde nicht zufällig gewählt. Die Brücke schafft vom Neuköllner Maybachufer aus die Verbindung zur Harzer Straße und zum Kiehlufer in Neukölln. Dabei muss man aber den zu Treptow gehörenden Lohmühlenplatz überqueren. Infolge des Mauerbaus war vom 13. August 1961 an diese wichtige Verkehrsverbindung durchtrennt.

Die 1962 erbaute Fußgängerbrücke – nur wenige Meter von der Lohmühlenbrücke entfernt – war an dieser Stelle die einzige nutzbare Verbindung über den Neuköllner Schifffahrtskanal und zeugt noch heute von diesem Kapitel Berliner Teilungsgeschichte. Erst im Mai 1988 begann die DDR im Rahmen eines Gebietsaustausches die Mauer zu ersetzen, so dass der Lohmühlenplatz für die Neuköllner wieder zugänglich wurde.