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Lokale Agenda 21

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Veranstaltungsreihe der VHS Neukölln in Zusammenarbeit mit der Lokalen Agenda 21 Initiative Neukölln

Dienstag, 8. März 2011, 18:00 – 20:15 Uhr im Rathaus Neukölln, Köln-Zimmer
Karl-Marx-Straße 83, U-Bahnhof Rathaus Neukölln.

Seit der ersten Umweltschutzkonferenz der Vereinten Nationen 1972 in Stockholm wird in Fachkreisen die Frage diskutiert, ob das menschliche Leben und Wirtschaften zu einem Punkt steuert, an dem es Gefahr läuft, sich seiner eigenen natürlichen Grundlagen zu berauben. Als Antwort wurde deshalb das Konzept der “nachhaltigen Entwicklung” (sustainable development) entworfen: “Nachhaltige Entwicklung” soll den Bedürfnissen der heutigen Generationen entsprechen, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen. Wie muss nachhaltige Entwicklung konkret gestaltet werden, um in Neukölln erfolgreich zu sein? Drei Veranstaltungen mit fachkundigen Referenten aus den unterschiedlichsten Bereichen sollen darauf Antworten geben.

Themenfeld Soziales. Interkulturelle Gärten und sozialer Zusammenhalt.

Integration ist ein wesentliches Anliegen in unserem Bezirk. Ohne zwischenmenschliche Kontakte kann sie aber nicht gelingen. Neukölln hat eine lange Erfahrung mit Interkulturellen Gärten. Wie erfolgreich ist ihre Arbeit bisher gewesen? Was muss in den kommenden Jahren getan werden? Wie können wir zur erfolgreichen Entwicklung beitragen? Was können wir tun, damit das Tempelhofer Feld attraktiver wird und bleibt?

Lokale Agenda 21 Berlin – Neukölln
Aktionsbündnis Alphabetisierung und Grundbildung Berlin-Neukölln

Weitgehend unerkannt und unbeachtet leben in Berlin mindestens 164.000 Menschen, die nicht oder so gut wie überhaupt nicht lesen und schreiben können. Das sind mehr als Potsdam Einwohner hat.

Das Aktionsbündnis für Alphabetisierung in Berlin-Neukölln will sich mit diesem gesellschaftlichen Missstand nicht abfinden und kann es nicht hinnehmen, dass allein im Bezirk Neukölln mindestens 15.000 funktionale Analphabeten leben, das ist vergleichbar mit einer Stadt in der Größenordnung von Nauen oder Angermünde.

Das Aktionsbündnis will in der UN-Weltdekade der Alphabetisierung 2003-2012 (1) deshalb auf diesen gesellschaftlichen Missstand – mit dem Fokus auf Berlin-Neukölln – aufmerksam machen und mit besten Kräften im Sinne der Lokalen Agenda 21 etwas dagegen tun. Wir müssen uns fragen, ob wir weiter in einer Gesellschaft leben wollen, in der eine solch große Gruppe von Betroffenen nicht oder nur unzureichend in der Lage ist, ihre staatsbürgerlichen Grundrechte wahrzunehmen oder aktiv an kulturellen und sozialen Aktivitäten teilzunehmen. Eine Halbierung der An-Alphabetenrate bis zum Ende der Dekade laut UN-Ziel zu erreichen, hieße ab sofort allein in Neukölln über 700 Lernerplätze zu finanzieren.
Fangen wir an!

Agenda 21: Global denken – lokal handeln!
Im Juni 1992 haben 172 Staaten auf der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung (UNCED) in Rio de Janeiro mit der Agenda 21 grundlegende Vereinbarungen zur Förderung einer – in ökologischer, ökonomischer und sozialer Hinsicht – nachhaltigen Entwicklung getroffen.

Bei der Umsetzung der Agenda 21 kommt den Kommunen eine zentrale Rolle zu, denn vieles kann nur konkret vor Ort erreicht werden. Dafür werden das Wissen, das Wollen und die Tatkraft vieler Menschen gebraucht. Deshalb heißt es in Kapitel 28 der Agenda 21: “Jede Kommunalverwaltung soll in einen Dialog mit ihren Bürgern, örtlichen Organisationen und der Privatwirtschaft eintreten und eine kommunale Agenda 21 beschließen. Durch Konsultation und Herstellung eines Konsenses würden die Kommunen von ihren Bürgern und von örtlichen Organisationen, von Bürger-, Gemeinde-, Wirtschafts- und Gewerbeorganisationen lernen und für die Formulierung der am besten geeigneten Strategien die erforderlichen Informationen erlangen.”

1994 hat der Berliner Senat gemeinsam mit Vertretern anderer europäischer Kommunen die Aalborg-Charta – Lokale Agenda 21 – unterschrieben. Damit verpflichtet sich Berlin, die Aufgaben, die den Kommunen in Kapitel 28 aufgetragen sind, zu erfüllen. (2) Der Bezirk Berlin-Neukölln hat sich mit BVV-Beschlüssen mehrfach dazu bekannt, den Prozess der Lokalen Agenda 21 im Rahmen seiner Möglichkeiten zu unterstützen.

Das “Aktionsbündnis Alphabetisierung und Grundbildung Berlin – Neukölln”, an dem im Sinne der Lokalen Agenda 21 alle gesellschaftlich relevanten Akteure beteiligt sind, hat sich die folgenden 4 Hauptziele gesetzt:

  1. Aufklärung über die Ursachen des funktionalen Analphabetismus und Information über wirkungsvolle Gegenstrategien, die Alphabetisierung als Teil einer ganzheitlichen Grundbildung verstehen.(3)
  2. Langfristige institutionelle Absicherung für Alphabetisierungsanbieter in Neukölln. Entschiedener Ausbau der Angebote im Bezirk. Nutzung vorhandener Ressourcen.
  3. Direkte Ansprache funktionaler Analphabeten einschließlich ihrer Freunde, Bekannten und Verwandten, um zur Teilnahme an Alphabetisierungskursen zu ermutigen.
  4. Unterstützung der Präventionsarbeit insbesondere an Schulen, um funktionalen Analphabetismus frühzeitig zu erkennen und um rechtzeitig geeignete Fördermaßnahmen zu ergreifen.

(1) http://www.unesco.de/alphabetisierung.html?&L=0
(2) http://www.stadtentwicklung.berlin.de/agenda21/
(3) Schneider, Gintzel, Wagner, Hg., “Sozialintegrative Alphabetisierungsarbeit”, Waxmann-Verlag 2008

Berlin, 19.01.2010

Postanschrift Forum für Umwelt und Entwicklung
Lokale Agenda 21 in Neukölln
Leitstelle Lokale Agenda 21 Neukölln
Bezirksamt Neukölln, Herr Christian Bärmann
Karl-Marx-Straße 83 12043 Berlin Tel. 030-90239-2553
e-Mail:

Die Lokale Agenda 21 kommt regelmäßig am ersten Mittwoch des Monats zusammen. Ausnahmen werden in den Sommer- und in den Winterferien gemacht. Die Treffen beginnen um 19:30h und enden gegen 21:45 h. Nähere Informationen sind bei Herrn Bärmann und Herrn Kölling erhältlich.

Koordination Forum Umwelt und Entwicklung, Initiative für eine Lokale Agenda 21 in Neukölln: Christian Kölling, e-Mail:

Informationen zur LA 21 allgemein

Was ist die Agenda 21?
Agenda heißt wörtlich übersetzt: “Was zu tun ist”. Die Zahl 21 steht für das 21.Jahrhundert. Die Agenda21 ist also der Arbeitsplan für unser gegenwärtiges Jahrhundert. über die Lokale Agenda 21 in Berlin informieren u.a. – die Website der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung – die Website des Agendavereines Berlin 21 – sowie die Website des Projektstelle Berlin 21

Das Forum
Das “Forum für Umwelt und Entwicklung – Initiative für eine Lokale Agenda 21 in Neukölln” trifft sich in der Regel einmal am ersten Mittwoch des Monats im Plenum, um über Maßnahmen zur Verbesserung der ökologischen, sozialen und ökonomischen Situation zu beraten. Zu den Treffen sind fachkundige Referenten eingeladen, oder es werden die Ergebnisse der Arbeitsgruppen besprochen. An den Treffen nehmen VertreterInnen aus: politischen Parteien, Kirchen, Gewerkschaften, Selbsthilfe- und Betroffeneninitiativen, Bürgerinitiativen, Mietervereinen und interessierte BürgerInnen teil.

Die Agenda 21
Die Agenda 21 ist das Abschlussdokument der UN-Konferenz in Rio de Janeiro 1992, an die 2002 die Weltgipfelkonferenz in Johannisburg anknüpfte. Agenda bedeutet übersetzt: “Was zu tun ist”. Ein Kerngedanke dieses Aktionsprogrammes, bei dem jede® aufgerufen ist mitzumachen, lautet: “Denke global und handle lokal!”. Die Weltkommission für Umwelt und Entwicklung, “Brundtland-Kommission”, schrieb 1978: “Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die den Bedürfnissen der heutigen Generation entspricht, ohne die Möglichkeiten künftiger Generationen zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse zu befriedigen”. Neukölln im 21. Jahrhundert Weltweit sollen gemäß Kapitel 28 der Agenda 21 die Kommunalverwaltungen der einzelnen Länder gemeinsam mit ihren Bürgern einen Konsultationsprozess durchführen. Am Ende sollen die Gemeinden einen Konsens über eine “Lokale Agenda 21” herstellen. Das “Forum für Umwelt und Entwicklung” möchte bei diesem Diskussionsprozess und der Erstellung einer Lokalen Agenda 21 für Neukölln mitwirken. Wir möchten, dass Neukölln als l(i)ebenswerter Bezirk erfahren werden kann. Wir wünschen uns, dass er den Prinzipien der nachhaltigen Entwicklung gerecht wird.Liebe Leserin, lieber Leser Wenn Sie an einer Mitarbeit in einer der Arbeitsgruppen oder der Teilnahme am Plenum interessiert sind, melden Sie sich bitte bei den Koordinatoren/Koordinatorinnen der AGs oder besuchen Sie das Plenum am 1. Mittwoch eines Monats.

Die Lokale Agenda 21 in Neuköllner Partnerstädten

Zusammenstellung über die Arbeit der Agenda 21 in Leonberg (Partnerstadt von Neukölln)

Die Lokale Agenda 21 in Leonberg hat sich jüngst mit deutlicher Kritik an der Bebauung einer schützenwerten Freifläche zu Wort gemeldet. Die Bebauung der Kirschgärten konnte nicht verhindert werden. Der Gemeinderat spricht sich nun allerdings für eine weniger dichte Bebauung aus, wie die www.leonberger-kreiszeitung.de vom 15.7.2005 meldete. Struktur der Lokalen Agenda 21 in Leonberg: Das Agenda-Forum in Leonberg dient als Bindeglied zwischen den Agenda-Arbeitsgruppen und dem Gemeinderat bzw. seinen Ausschüssen. Es hat sich zu einem wichtigen Arbeitsgremium entwickelt, welches insbesondere durch Themen, Projekte und Anliegen der Arbeitsgruppen bestimmt wird. Auch aktuelle Fragen werden diskutiert, Informationen weitergegeben oder Veranstaltungen geplant und durchgeführt z.B. jährlicher Agendatag im Juli, Lesungen, Podiumsdiskussionen.

Das Agenda-Forum setzt sich zusammen aus
-je einem/einer Beauftragten aus den Gemeinderatsfraktionen: CDU, SPD, FWV, GABL, FDP
-der Sprecherin der Lokalen Agenda / Vollversammlung
-den Sprechern / Sprecherinnen der derzeit 16 Arbeitsgruppen (Juli 2004)
-Die Verwaltung ist vertreten durch die Leitung des Agenda-Büros und bei fachlichen Diskussionen und Fragen durch die Paten der einzelnen Arbeitsgruppen. Ein Schriftführer protokolliert die Sitzungen. Der Vorsitz des Agenda-Forums wird im jährlichen Wechsel von den Beauftragten der Fraktionen wahrgenommen. Die politische Ausgewogenheit wird dadurch gewährt, der Informationsfluss zu den Fraktionen gefördert und ein konstruktiver Konsens im Sinne der nachhaltigen Entwicklung der Stadt angestrebt.

Das Agenda-Forum tritt in Leonberg ca. 7x im Jahr zusammen, um über die Ergebnisse der Arbeitsgruppen und die jeweilige Tagesordnung zu beraten. Mehr: www.leonberg.de (Stichwort: Lokale Agenda) – Im Internet gut vertreten sind die Projektgruppe “RadL” – Radel aktiv durch Leonberg sowie der Arbeitskreis Immissionen der Agenda21-Leonberg: Projektgruppe “RadL” – Radel aktiv durch Leonberg. Die RadL-Gruppe besteht im Moment aus etwa 15-begeisterten Radlern. Sie sind 1996 aus einer gemeinsamen Initiative der Leonberger Umweltgruppierungen (BUND, NABU, ADFC) und der Geschäftsstelle Umweltschutz hervorgegangen. Unter dem Motto “Global denken – lokal radeln” ist die Gruppe ein Teil des Agenda-Prozesses in Leonberg und konnte schon weitere engagierte Bürgerinnen und Bürger für den Arbeitskreis gewinnen können. Die Stadt Leonberg ist dabei, die bestehende Radwegekonzeption fortzuführen und zu aktualisieren. Es wurde eigens der Arbeitskreis Radverkehr gegründet, in den auch die RadL-Gruppe zur Mitarbeit eingeladen wurde. Mehr unter radl.agenda21-leonberg.de

Der Arbeitskreis Immissionen der Agenda21-Leonberg arbeitet zu den Themen Luftreinhaltung und Lärmminderung. Er nimmt in vielen Einzelfällen Einfluß, um die Einhaltung von Grenzwerten sowie die Erstellung von Luftreinhalteplänen und Lärmkarten zu erstreiten. Mehr unter: www.agenda21-leonberg.de

Köln (Partnerstadt von Neukölln)
Die Arbeitsgruppe Nachhaltigkeitsindikatoren des KölnAgenda e.V. hat mit Zustimmung der Koordinierungsgruppe Leitbild Köln 2020 einen über 50 Indikatoren umfassenden Entwurf zum Monitoring einer nachhaltigen Entwicklung in Köln vorgelegt. Dieser Entwurf soll nun u.a. von den Leitbildgruppen diskutiert und verbessert werden. Gut einen Jahr nach der Verabschiedung des Leitbild Köln 2020 zeichnen sich zudem erste Ergebnisse bei der Umsetzung ab. Der Kölner Agendaverein hat außerdem aktiv den Aufbau einer Bürgerstiftung unterstützt, die Mitte Juni gegründet wurde. Zu den weiteren Projekten gehört u.a. ein internationaler Garten. Mehr Informationen auf der Website der Kölner Agenda 21 www.koelnagenda.de

Hammersmith/Fulham (Partnerstadt von Neukölln seit dem 17. Juni 1955)
Die Londoner Agenda 21 (www.london21.org) hebt als vorbildlich in Hammersmith & Fulham die Förderung des Fuß- und Radverkehrs hervor. Fußgängertunnel wurden durch Überwege zu ebener Erde ersetzt. So kommen Fußgänger vor allem nachts nun erheblich sicherer über die Straße, wurden die Umsteigemöglichkeiten zu den öffentlichen Verkehrsmitteln deutlich verbessert. Außerdem hat unser Partnerbezirk einen eigenen Radwegeplan erstellt. Mehr unter: www.lbhf.gov.uk/external/la21/index.htm